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Frühlingsball der Siebenbürger Sachsen

Eine rundum gelungene Veranstaltung
Am Samstag dem 14.04.2012 fand zum ersten Mal der Frühlingsball der Siebenbürger Sachsen im Treffpunkt Stadtmitte in Wendlingen statt. Der Veranstalter dieses Balls war der Musikverein Unterboihingen e.V. (MVU)
Die Veranstaltung begann um 15:00 Uhr mit der Begrüßung der Gäste durch den Vorstand Musik des MVU, Stefan Stierl
Ein reichhaltiges Angebot an Kuchen und Torten zur Kaffeestunde lud die Besucher zum Verweilen ein. Ab 15:30 Uhr spielte das Stammorchester des MVU unter der Leitung von Clemens Reiser. Eine gelungene Mischung von Musiktiteln zur Kaffeestunde und Unterhaltungsmusik veranlasste schon bald die ersten Paare das Tanzbein zu schwingen. Das erste Highlight des Tages stellte die Darbietung der Tanzgruppe der Banater Schwaben aus Singen unter der Leitung von Hilde Redel dar. Ein zweites, zeitversetztes Highlight, war der Auftritt der Volkstanzgruppe der Siebenbürger Sachsen aus Metzingen unter der Leitung von Rosa Schulz. Beide Tanzgruppe traten in ihren Originaltrachten auf, sodass sich den Besuchern ein farbenprächtiges Bild bot, dass den Facettenreichtum und die phantasievolle Ausschmückung der alten siebenbürgischen Tracht und der Tracht der Banater Schwaben widerspiegelte.
Um 20:00 Uhr, zur eigentlichen Eröffnung des Frühlingsballs, begrüßte der Vorstandssprecher des MVU, Günther Bloos, mit einer Grußbotschaft von Wendlingens Bürgermeister Steffen Weigel, der leider verhindert war, die schon sehr zahlreichen Gäste des Balls. In seiner ausführlichen Grußbotschaft ging Bürgermeister Weigel auf die reichhaltige Geschichte und die sehr gelungenen Integration der Siebenbürger Sachsen in Wendlingen ein.
Als dann die Starlight- Band auf der Bühne Platz genommen hatte und zu spielen begann gab es kein Halten mehr. Mit fetziger Musik von gestern und heute wurde dem Publikum kräftig eingeheizt, dass im Nu die Tanzfläche stürmte. Bis in die frühen Morgenstunden hinein wurde getanzt, was das Zeug hielt.
An dieser Stelle soll erwähnt werden, dass der MVU ohne die Vereinsfreunde von der freiwilligen Feuerwehr Wendlingen, die den Service übernahmen diese Veranstaltung nicht hätte stemmen können. Auch das Küchenteam dass bis an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit im Einsatz war, trug wesentlich zum Gelingen des Frühlingsballes bei
Das Interesse des Publikums und der sehr große Besucherandrang ermutigt den MVU auch im nächsten Jahr wieder einen Frühlingsball der Siebenbürger Sachsen zu veranstalten.
Günther Bloos, Wendlingen, 15.04.2012

Musikerausflug 2010

Der Musikverein Unterboihingen machte sich vergangenes Wochenende auf in das Altmühltal zum diesjährigen Musikerausflug. Nach Ankunft in Solnhofen bekamen die Musiker zunächst eine zünftige fränkische Brotzeit zur Stärkung, schließlich ging es danach zum Kanu fahren auf die Altmühl. In dreier oder vierer Kanus wurde der Fluss von den Musikern unsicher gemacht. Hier blieb natürlich kein Haupt trocken. Am Sonntag ging es dann mit dem Bus an den Brombachsee. Nach einer Schifffahrt mit dem Trimaran stand der restliche Nachmittag zur freien Verfügung bis es schließlich wieder zurück nach Hause ging.

Ernennung zum Ehrenmitglied 08.06.2010

Der ausgeschiedene Kassier Heinz Forcht wurde zum Ehrenmitglied ernannt, als Dank für die unermüdliche Arbeit in den vergangenen 25 Jahren.

Generalversammlung 08.06.2010

Anfang Juni hielt der Musikverein Unterboihingen seine jährliche Generalversammlung ab.
Nach der musikalischen Eröffnung durch das Blasorchester und der Begrüßung durch den Vorstand Ralf Forcht gedachte die Versammlung der im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder.
In seinem Bericht blickte Ralf Forcht auf die Aktivitäten des vergangenen Geschäftsjahres zurück und hob dabei besonders das Kreisblaskonzert sowie die Winterfeier, bei der erstmals die Ehrennadel für die 50jährige Mitgliedschaft überreicht werden konnte, hervor. Anschließend gab er einen Ausblick auf die kommenden Veranstaltungen
Dirigent Clemens Reiser dankte in seinem Bericht den Musikern für ihren aktiven Einsatz im vergangenen Jahr.
Über die Aktivitäten des Jugendorchesters sowie der Flötengruppe und der Anfängergruppe informierte die Jugendleiterin Nadine Merz.
Kassier Heinz Forcht konnte den Mitgliedern einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen und bedankte sich vor allem bei den zahlreichen Spendern.
Bevor es zu den turnusgemäßen Wahlen ging, wurde die neue Satzung, die eine neue Vereinsstruktur beinhaltet, vorgestellt und verabschiedet.
Große Veränderungen gab es bei den Wahlen.
Vorstand Ralf Forcht und Kassier Heinz Forcht kandiderten nach vielen Jahren an der Vereinsspitze nicht mehr, auch Vorstand Tina Kohler und Musikervorstand Sybille Seidler stellten sich nicht mehr zur Wahl.
Bedingt durch die Satzungsänderung besteht die Vereinsspitze künftig aus vier Vorständen.
Als Vorstandssprecher wurde Günther Bloos gewählt, als Vorstand Finanzen Nina Höger, als Vorstand Veranstaltungen Hartmut Ludwig und als Vorstand Musik Stefan Stierl.
Als Beisitzer Musik wurde Clemens Reiser gewählt, als Beisitzer Jugend Nadine Merz, für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Franziska Hochmann und Anneliese Stierl und für den Bereich Inventarverwalter, Notenwart und Vizedirigent Jörg Forcht. Als Kassenprüfer wurden Lothar Großmann und Kurt Haag gewählt
Ralf Forcht dankte in seinem Rückblick allen für die geleistete, fruchtbare Arbeit in den vergangenen Jahren und wünschte dem neuen Vorstandsteam alles Gute.
Vorstand Stefan Stierl ehrte im Anschluß an die Wahlen 4 Musiker für den vorbildlichen Probenbesuch und überreichte Ihnen eine kleine Anerkennung.Zum Abschluß der Versammlung wurden alle scheidenden Ausschussmitglieder verabschiedet und Ihnen ein Präsent überreicht.

Jubiläumsartikel 2009

Von Feuerwehrmusik zur Orchestervielfalt

Musikverein Unterboihingen ist 50: Mit der Winterfeier am Samstag wird das Jubiläumsjahr musikalisch und feierlich beendet

Im Vergleich zu anderen Musikvereinen ist der Unterboihinger Verein mit seinen 50 Jahren recht jung. Und das hat auch seinen Grund. Denn viel älter ist die Musikkapelle, sie wurde 1868 gegründet. Immer wieder taucht in deren wechselvollen Geschichte die Nähe zur Feuerwehr auf. Auch das hatte seinen Grund. Doch dazu später. Am 5. Dezember begeht der Musikverein sein Jubiläum im Rahmen seiner Winterfeier.

WENDLINGEN-UNTERBOIHINGEN. 141 Jahre zählt die Musikkapelle, mit einigen Unterbrechungen durch die Kriegszeiten. Vermutlich ist sie jedoch noch ein wenig älter, denn erste schriftliche Nachweise einer Kapelle lassen sich aus dem Protokoll des Kirchenstiftungsrats vom 8. Juli 1832 entnehmen. Demnach entsprang die Kapelle der Kirchenmusik.

Einige Jahrzehnte später also, nachdem die Blasmusik immer wieder bei besonderen Anlässen der Feuerwehr aufspielte – man muss dazu wissen, dass ihr Dirigent damals auch Kommandant der Feuerwehr war – bekam die Kapelle ihren Beinamen Feuerwehrmusik verpasst.

Ein zweites Mal aus der Taufe gehoben

Nur wenige Monate nach Kriegsende wurde die Musikkapelle im Sommer 1945 wieder aus der Taufe gehoben. Anton Starzmann war es zu verdanken, in weiser Voraussicht, zahlreiche Blasmusikinstrumente über den Krieg gerettet zu haben. In der Trostlosigkeit der Nachkriegszeit war das gemeinsame Musizieren für die jungen Burschen eine willkommene Ablenkung. Doch schon bald stellte sich heraus, dass die Kapelle ohne finanzielle Mittel keine Zukunft hat. Die Lösung war, die Kapelle als Musikzug in der Unterboihinger Feuerwehr unterzubringen. Das war 1951. Ein geschickter Schachzug, der allerdings nicht lange von Bestand sein sollte.

1958 fasste nämlich der Gemeinderat den Beschluss, nur noch eine Feuerwehr haben zu wollen, und so wurden die Wendlinger und Unterboihinger Wehren zusammengelegt. Freilich konnte die Musikkapelle unter diesem Dach nicht bleiben und so kam es 1959 zur Gründung des Unterboihinger Musikvereins. Anton Zeller, lange Jahre Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Unterboihingen, wurde nun der Erste Vorsitzende des Musikvereins, was er 21 Jahre lang erfolgreich blieb.

Genau am 11. April 1959 wurde der Musikverein Unterboihingen im „Vereinshaus“, wie das katholische Gemeindezentrum St. Georg damals genannt wurde, gegründet. Von den 95 Gründungsmitgliedern leben heute noch 25. Sie werden am Samstag im Rahmen der Jahresfeier geehrt. Dafür hat der Verein extra eine goldene Ehrennadel anfertigen lassen, die jetzt zum ersten Mal verliehen wird. Darunter ist auch Alfons Linder, der bis ins vergangene Jahr in der Kapelle das Tenorhorn blies. 63 Jahre war das Ehrenmitglied aktiver Musiker und ist damit das Musikermitglied mit den meisten Jahren.

Rasch wuchs die Mitgliederzahl des Vereins von 159 im ersten Jahr auf über 390, heute werden 296 Mitglieder in den Reihen gezählt.

Seit 1983 bestehen Kontakte zur Bürgermusik nach Millstatt

Nach einer kurzen Phase mit einem Dreiergremium an der Vereinsspitze führte ab 1982 Herbert Durst den Verein 14 Jahre lang an. Herbert Durst war es auch, der 1983 erste Kontakte zur Bürgermusik Millstatt knüpfte. Seit 1985 besteht eine Vereinspartnerschaft zwischen den beiden Vereinen, woraus 1992 bis heute eine lebhafte Städtepartnerschaft mit Millstatt am See entstanden ist.

1955 übernahm Kurt Rau den Dirigentenstab von Anton Starzmann. Er war es auch, der 1957 die Jugendkapelle ins Leben rief. Rau dirigierte 40 Jahre die Kapelle und machte die Musiker und Musikerinnen zu einer Einheit. Seit 1995 ist Clemens Reiser musikalischer Leiter des MVU, er hat den Bigband-Sound des Orchesters weiterentwickelt. Reiser ist ein Eigengewächs des Vereins, denn er ist seit Kindesbeinen, seit 40 Jahren, im Musikverein Unterboihingen.

Ein erstes Konzert im Jubiläumsjahr hat der Musikverein vor wenigen Wochen mit dem Kreisblaskonzert im Treffpunkt Stadtmitte bestritten. 1995 zum 35-jährigen Jubiläum des Vereins und 50-jährigen Jubiläum der Kapelle hatte man noch vier Tage gefeiert. Doch durch das damals schlechte Wetter entstand ein Defizit in der Vereinskasse, das dem Verein noch lange nachhinkte. Aus diesen Erfahrungen heraus wollte man diesmal – auch wegen der Unsicherheit, ob der Treffpunkt Stadtmitte rechtzeitig fertig wird, so Vorstand Ralf Forcht, das Jubiläum „auf kleiner Flamme kochen“: somit wird an der Winterfeier am kommenden Samstag, 5. Dezember, 20 Uhr, dem 50-jährigen Vereinsjubiläum würdig gedacht, mit einem breit gefächerten musikalischen Programm mit Swing, Rock, Evergreens und konzertanten Stücken. Freuen darf sich das Publikum auch auf musikalische Auszüge aus dem Kreisblaskonzert, aber genauso auf bekannte Weihnachtslieder.

Von der neu gegründeten Anfängergruppe mit der musikalischen Leiterin Julia Mosch über die Blockflötenkinder bis zum Jugendblasorchester und dem Blasorchester sind alle Musikergruppen bei der Jahresfeier im Treffpunkt Stadtmitte mit von der Partie. Das Programm bietet noch einige Überraschungen mehr, dazwischen bereitet das bewährte Küchenteam allerlei Leckereien und attraktive Preise bietet traditionell die Tombola.

2010 wird ein Jahr werden, von dem die weiteren Chroniken des Vereins von einem „Stühlerücken im Vorstand“ berichten werden. Tina Kohler und Ralf Forcht, die Vorsitzenden, werden ihre Ämter niederlegen, private Gründe zwingen beide zu diesem Schritt. Vorstellbar sei für beide, dass man die Arbeit des Vorsitzenden künftig auf drei Schultern verteilt, so machen es zwischenzeitlich viele Vereine. Auch der Kassier, der Musikervorstand, der Schriftführer sowie die Jugendleiterin Nadine Merz werden anderen Platz machen. „Wir sind gerade auf der Suche, die Ämter neu zu besetzen“, sagt Ralf Forcht ohne Umschweife.

50 Jahre Musikverein: mit Zuversicht darf der Verein auf die nächsten 50 Jahre schauen. Für Nachwuchs ist gesorgt, gehören dem Verein doch derzeit 40 bis 45 Kinder und Jugendliche an, darunter sind 30 bis 35 aktive Spieler im Jugendorchester und in der Anfängergruppe. Der Musikverein hat seinen festen Platz längst in der Stadt. Mit den im jahreszeitlichen Reigen wiederkehrenden Festen, Events und Veranstaltungen bereichert er das kulturelle Leben in Wendlingen.

Quelle: Wendlinger/Nürtinger Zeitung(Bild+Text)

Kreisblaskonzert 2009

Moderne Klänge der Blasinstrumente

Am Samstag spielten die Musikvereine Unterboihingen und Nabern beim Kreisblaskonzert in Wendlingen

Am Samstag zeigten der Unterboihinger Musikverein und der Musikverein aus Nabern im neuen Treffpunkt Stadtmitte in Wendlingen die Bandbreite ihres Könnens. Dabei wurde von den Vereinen ein attraktives musikalisches Programm zusammengestellt.

Das Kreisblaskonzert des Blasmusikverbandes Esslingen wurde von Ralf Krasselt, geschäftsführender Präsident des Kreisverbandes der Blasmusik Esslingen, in dem neuen Treffpunkt Stadtmitte am Marktplatz in Wendlingen eröffnet. Auch Bürgermeister Frank Ziegler begrüßte das zahlreiche Publikum und gratulierte dem Musikverein Unterboihingen zum 50-jährigen Jubiläum. Dabei überreichte er ein Geschenk in Form eines Schecks für die musikalische Arbeit an das Orchester.

Den ersten musikalischen Teil begann der Musikverein Unterboihingen. Tina Kohler, die Zweite Vorsitzende des Vereins, führte durch das Programm und kommentierte jedes Musikstück, wobei sie dadurch jedem Werk eine ganz besondere Note hinzufügte. Standesgemäß eröffnete der Musikverein Unterboihingen unter der Leitung von Clemens Reiser den Abend mit der Ouvertüre „Mit der Kraft der Musik“ von Markus Götz, die als Auftragskomposition der Hebelstiftung Basel entstand. Die Komposition beginnt mit mächtigen Blechbläsersignalen und geht anschließend in einen vorwärtsdrängenden Marschteil über, ist dabei aber besinnlich und ruhig und bildete einen schönen Einstieg in den Abend.

Danach folgten noch andere Werke, mit denen das Unterboihinger Orchester das Publikum begeisterte. Das letzte auf dem Programm des Musikvereins, „Joe Cocker!“, arrangiert von Wolfgang Wössner, beinhaltet die größten Hits von Cocker in einem Arrangement für Orchester. Man erkannte in dem Medley Cockers Lieder, durch die Blasinstrumente aber hatte es etwas Besonderes. Nach dem regen Applaudieren des Publikums und dem Wunsch nach einer Zugabe spielte das Orchester eine weitere Komposition.

Der Musikverein aus Nabern eröffnete nach einer Pause den zweiten Programmteil mit dem Saratov-Marsch. Die Begrüßung und die Moderation übernahm dabei Sonja Ambacher von Musikverein Nabern. Durch die verschiedenen Stücke, die das Musikorchester spielte, führte der enthusiastisch dirigierende Orchesterleiter Thomas Götzelmann. Auch hier fanden sich von aufwühlenden, bedrohlichen bis hin zu leisen Musikstücken verschiedene Richtungen wieder.

„Tanz der Vampire“ von Jim Steinmann und Michael Kunze war das letzte Werk, welches das Musikverein Nabern zum Besten gab. Dabei wurde die Atmosphäre im Saal schummrig und zugleich bezaubernd. „Wenn Ihnen dabei etwas ängstlich wird: Ruhe bewahren und Knoblauch essen“, sagte Sonja Ambacher schmunzelnd bei der Ankündigung des Stückes.

Tatsächlich achteten beide Vereine auf die Auswahl moderner Kompositionen. „Wir haben bewusst Polkas und Märsche ausgespart, damit wir ein wenig von dem Image wegkommen, nur klassische Blasmusik zu spielen“, sagte Ralf Forcht, Vorstand des Musikvereins Unterboihingen. Auch Thomas Götzelmann äußerte sich dazu: „Wir haben auf Abwechslung geachtet und die Stücke sollten auch modern sein.“

Eines der Ziele der Kreisblaskonzerte ist es, dem Publikum Blasmusik in ganz unterschiedlichen Variationen zu vermitteln. Gerade dabei haben die Orchester die Gelegenheit, die große Bandbreite ihres musikalischen Könnens zu zeigen. „Das Kreisblaskonzert ist eine Art Leistungsdarstellung und ein Einblick, was sich musikalisch bei dem jeweiligen Orchester tut“, sagte Ralf Krasselt.

Quelle: Wendlinger/Nürtinger Zeitung(Bild+Text)

Kreiswertungskonzert 2007

Erfolgreiche Teilname am Kreiswertungsspiel in Wernau

WENDLINGEN-UNTERBOIHINGEN . Am letzten Wochenende fand das vom Blasmusikverband Esslingen regelmäßig organisierte Kreiswertungsspiel in Wernau statt. In diesem Jahr hat das Blasorchester des MVU mit sehr gutem Erfolg daran teilgenommen.
Alle zwei Jahre organisiert der Blasmusikverband Esslingen ein Kreiswertungsspiel. Es geht dabei nicht darum einen Sieger zu ermitteln aber in gewisser Weise ist diese Veranstaltung trotzdem ein Wettbewerb. Es gilt in verschiedenen Kategorien und Leistungsstufen die Fähigkeiten des Orchesters unter Beweis zu stellen. Das dies eine besonders intensive und zeitaufwendige Probenarbeit voraussetzt ist für jeden vorstellbar. Wenn sich Orchester dieser Beurteilung stellen, möchten sie selbstverständlich ihre besondere Leistungsfähigkeit zeigen, so dass die Vorbereitung eines solchen Wettbewerbs gleichzeitig eine Fortbildung für die teilnehmenden Orchester darstellt.
Intensive Probenphase im Vorfeld
Das Blasorchester des MVU hatte sich diese Aufgabe gestellt und gemeinsam mit dem Dirigenten Clemens Reiser ein Wettbewerbsprogramm erarbeitet. Das Stück "Two Movements" hat zwei Sätze mit ganz unterschiedlichem Charakter.
"Song of Happiness" - Lied der Freude, klingt melodiös mit solistischem Einsatz einzelner Bläser bei dem es auf die Intonation ankommt. Der zweite Satz "Temptation" - Versuchung hat schnelle Passagen die der Komponist Kess Vlak in einem grandiosen Finale enden lässt, bei dem von den Musikern ein besonders exaktes Tempospiel gefordert wird. Beim zweiten Wettbewerbsstück handelte es sich um ein sehr moderne Komposition von Markus Götz. Er dachte bei der Entstehung des Werkes an all die Musiker, die ihre Freizeit der Musik widmen. Nach einem harten Arbeitstag noch zur Probe zu gehen, da fällt die Motivation oftmals schwer. Doch das gemeinsame Musizieren, setzt Kräfte frei, wie man sie sonst wohl nirgendwo spüren kann. Die Komposition "Mit der Kraft der Musik" beginnt in der Einleitung mit mächtigen Blechbläsersignalen und mündet anschließend in einen Marschteil. Besinnlich und ruhig spielen die Holzbläser einen Choral, der vom ganzen Orchester aufgenommen wird.
Wettbewerb in Wernau
Wie erwähnt spielen Musiker normalerweise abends. In Wernau musste der MVU aber bereits am frühen Morgen antreten. Als zweites Orchester, nach den Musikern aus Holzmaden stellte man sich der Jury. An ein motivierendes Publikum war um diese Zeit noch nicht zu denken, lediglich einige erfahrene Zuhörer konnten Beifall spenden. Anspannung und Nervosität war allen anzumerken, trotzdem bemühte sich jeder nach Kräften um ein konzentriertes perfektes Spiel.
Ein weiteres Mal baute sich die Spannung am Nachmittag auf, als im Rahmen eines Konzertes des Kreisjugendorchesters die Ergebnisse bekannt gegeben wurden. Jeder noch so kleine Fehler rückte ins Bewusstsein und ließ die Nerven vibrieren. Große Freude herrschte dann allerdings, als Präsident Markus Grübel die Urkunde überreichte. Der Musikverein Unterboihingen hat am Wettbewerb "Mit sehr gutem Erfolg teilgenommen" verkündete er dem anwesenden Publikum.